Unsere Gartenplanung

27. Februar 2019.Mark

Planung ist alles. Grad wenn man in einem kleinen Garten oder wie wir, mit zwei Hochbeeten, wenig Platz hat, dann muß man vor der ganzen Gartenarbeit überlegen was in den Boden soll.

Comfortzonen im Hochbeet

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Dabei muss man eine ganze Reihe von Dingen beachten. Zuerst muss man berücksichtigen, dass jede Pflanze unterschiedliche Anforderungen an die Temperatur stellt. Radieschen wachsen nur optimal, wenn es kühl ist. Wird es zu warm, blühen die Pflanzen, ohne dass sie die typische Form haben.Tomaten zum Beispiel vertragen keinen Frost. Dafür lieben Sie Wärme.  Feldsalat braucht kaltes Wetter zum Keimen und verträgt sogar Frost.
Als nächstes stehen Gedanken über den Platzbedarf der Pflanzen und Ihre Nachbarn im Beet im Vordergrund. Eine Zucchinipflanze und ein Radieschen brauchen am Anfang vielleicht etwa gleich viel Platz. Aber zur Ernte braucht eine Zucchinipflanze sehr viel mehr Platz. Das sollte man von Anfang an berücksichtigen und nicht unterschätzen.

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Bei der Planung sollte man versuchen, so viele Bedürfnisse der Pflanzen wie möglich zu erfüllen, damit man sich über eine gute Ernte freuen kann. Selbst auf kleiner Fläche ist es möglich, bis zu drei verschiedene Beetbelegungen zu haben. In Gärtnerlatein heisst das dann Fruchtfolge mit Vor-, Haupt- und Nachkultur.  Damit man nicht aus den Augen verliert, was wann und wo wachsen soll, ist es gut, sich einen Plan aufzumalen.

Vorkultur

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In der Zeit von Februar bis Mai kommt alles in Frage, was niedrige Temperaturen verträgt und was nach relativ kurzer Zeit geerntet wird. In der Regel sind Blattsalate oder Radieschen eine gute Wahl für die Vorkultur. Wenn man ein Frühbeet hat, kann man sogar schon fast im Januar damit loslegen.  Radieschen und Salate vertragen sich auch gut als Nachbarn, so dass man hier keine Rücksicht nehmen muß. Die Pflanzen werden auch relativ eng direkt ins Beet gesät, so dass man mit einer entsprechenden Menge Saatgut rechnen muß.

Hauptkultur

In der Hauptkultur von Mai bis September kommen Pflanzen ins Beet, die eine längere Wachstumsphase haben. In der Regel sind es eher Pflanzen die blühen und Früchte tragen sollen, wie zum Beispiel Tomaten, Chilli oder Zucchini. Die Pflanzen stehen fast ein halbes Jahr auf dem Beet und werden entsprechend groß. Deshalb ist es wichtig auf den Abstand zwischen den Pflanzen zu achten. Man braucht im Vergleich zur Vorkultur relativ wenig Saatgut bzw. Pflanzen. Auch wenn dadurch am Anfang das Beet etwas kahl aussieht. Bis zum Sommer wird alles sehr viel größer werden.

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Um Zeit zu gewinnen, sollte man die Pflanzen im Zimmer ab Ende Februar auf der Fensterbank vorziehen. Sobald keine Nachtfröste mehr in Sicht sind, kann man loslegen und die vorgezogenen Pflanzen kommen ins Beet. Bei den Nachbarn im Beet gibt es einiges zu bedenken. Zum Beispiel stehen Zucchini und Tomaten nicht gern nebeneinander. Beide sind so genannte Starkzehrer und nehmen sich gegenseitig die Nährstoffe weg. Gute Partner für Tomaten sind zum Beispiel Bohnen und Zucchini stehen lieber neben Zwiebeln.
Grad bei den Starkzehrern lohnt es sich, ein- oder zweimal nachzudüngen, damit sie optimal wachsen.

Nachkultur

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Wenn im Spätsommer alles abgeerntet ist oder die grünen Tomaten sowieso nicht mehr reif werden, kann man auf den Beeten im Oktober mit der Nachkultur in die dritte Runde gehen. Ähnlich wie bei der Vorkultur kommen wieder Gemüse in Frage, die nicht kälteempfindlich sind mit kurzer Wachstumszeit. Aber auch Sorten, die länger wachsen müssen und frosthart sind, können angebaut und bis zum Januar geerntet werden. Das sind wie bei der Vorkultur Radieschen und Schnittsalate. Aber auch frostharter Feldsalat ist eine Option. Hier ist es wieder wie bei der Vorkultur. Man hat viele kleinere Pflanzen mit geringerem Abstand und man braucht eine entsprechende Menge Saatgut. Bei den Partnern im Beet gibt es in der Nachkultur auch wenig zu beachten.

Kein Plan ist perfekt

Ob das alles klappt kann man erst im Laufe des Jahres sagen. Natürlich muss man das Wetter im Blick behalten. Bei einem verregneten Sommer kann man die Tomaten direkt vergessen, weil sie kühles Wetter und Wasser von oben nicht gut vertragen. Bei einem warmen und langen Sommer, verschiebt sich die Planung mit der Nachkultur weiter nach hinten. Auch Schädlinge oder Pflanzenkrankheiten können den Plan zunichte machen. Da muss dann jeder entscheiden, wie er mit dem Problem umgeht.
Letztendlich muss man das ganze Jahr das Beet beobachten und schnell auf ungeplante Situationen reagieren.

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Schlagworte: #Gartenplanung
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