Saatgut und Pflanzen für unsere Beete
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1. März 2019.Timo

Du hast das Beet besorgt, die Erde eingeschichtet? Dann überlege Dir nun, welche Gemüse es werden sollen!
Uns haben dabei wichtige Fragen beschäftigt und werden auch Dich beschäftigen: Welche Sorten möchte ich haben? Ziehe ich mir die Pflänzchen selbst auf oder nehme ich fertige Pflanzen? Woher bekomme ich überhaupt meine ganzen Saaten und Pflanzen?

Bild: Sperli GmbH.
Woher das Saatgut nehmen?

Das Saatgut für die Beete kann man sich theoretisch selbst im Vorjahr im eigenen Garten ziehen. Allerdings braucht man dafür Platz und dann ist das auch nicht bei allen Sorten ganz einfach. Wer in Biologie beim Thema Mendel aufgepasst hat, der weiß auch, dass dann mitunter auch ganz interessante neue Sorten entstehen können. Eine Aufgabe für den Vollblut-Gärtner. Wir sind eher Halbblut-Kleinstgärtner mit zuwenig Platz.

Eine gute Anlaufstelle, um sich mit Menschen mit soliden Fachkenntnissen auszutauschen, sind zum Beispiel Pflanz- und Saatgutbörsen. Hier im Rheinland wird sowas zum Beispiel von den Volkshochschulen im Frühjahr veranstaltet. Dort hat man die Möglichkeit mit den Gartenbauern selbst ins Gespräch zu kommen. Man findet hier tolle Ratgeber und Saatgut von alten oder regionalen Sorten, die schwer oder gar nicht im Handel zu finden sind. Im letzten Jahr hatten wir versucht, viel Saatgut auf diesem Weg zu kaufen. Unsere Bilanz war leider durchwachsen bis enttäuschend. Einige Pflanzen haben gut funktioniert, bei anderen war in der Tüte nicht drin, was drauf stand und bei wieder anderen hat sind die Samen gar nicht erst gekeimt. Das frustriert und man wird unsicher bei der Suche nach dem Fehler. War nun ich, das Saatgut, die Erde, das Beet, das Wetter schuld???

Baumarkt oder Internet?

In diesem Jahr wollten wir deshalb auf kommerzielles Saatgut setzen, um bei Keimfähigkeit und Sorten auf Nummer Sicher zu gehen. Ein gutes Angebot findet man zum Beispiel in Baumärkten, Supermärkten und Gartencentern. In einem guten Gartencenter gibt es auch eine Beratung. Wer nicht  Lust hat, sich vor Ort durch die Saatgutbestände zu wühlen, der schaut im Internet nach. Dort findet man ein deutlich größeres Angebot an Sorten.

Uns hat das Angebot der Firma Nebelung überzeugt. Unter den Marken Kiepenkerl und Sperli findet man eine fast unüberschaubar große Auswahl an Saatgut. Jede Sorte wird dort ausführlich erklärt. Hinzu kommen viele Informationen rund um den heimischen Garten. Besonders die Filterfunktionen zur Saatgutsuche hat es uns angetan. Bei Tomaten hat man in der “Tomaten-Welt” sogar eine Hilfe bei der Auswahl der richtigen Sorten.  Die hat uns übrigens sehr geholfen. Bei uns kommen nun sogar drei Tomatensorten ins Beet. Es sind  ‘Arielle’, ‘Yellow Pearshaped’ und ‘Totem’ . Wir sind schon sehr gespannt ob wir dieses Jahr bessere Erfolge erzielen.

Saatgut und Monsanto

Uns ist klar, dass es gerade im Bereich Saatgut immer wieder Diskussionen über das Thema Herkunft und Vertrieb gibt. Hierzu sollte man sich bewusst machen, dass es keinen Saatgutvertrieb gibt, der alle seine Sämereien selbst herstellt. Genauso wenig, wie jeder Autohersteller alle seine Teile selbst herstellt. Jede Firma hat auch Zulieferer, um eine gewisse Bandbreite anbieten zu können. Ein Händler, der keine Auswahl an Gemüsepflanzen anbieten kann, überlebt heutzutage nicht lange. Dass hierbei auch über Umwege Saatgut von einem Branchenriesen in das Sortiment einwandern ist unvermeidbar. Die Bruno Nebelung GmbH, zu deren Unternehmen die Marken “Kiepenkerl” und “Sperli” gehören, haben hierzu auch eine unmissverständliche Stellungnahme abgegeben. Wir haben für uns die Lösung gefunden, das wir im Zweifel Saatgut über die Europäische Saatgut-Datenbank abfragen. Auch wir sind nicht daran interessiert, Unternehmen wie Monsanto nachhaltig zu unterstützen.

Aufzucht auf der Fensterbank

Gerade unsere Lieblingsgemüse sind sehr frostempfindlich. Auch wenn wenn man es fast nicht denken mag, aber Tomaten, Paprika und Zucchini kommen ursprünglich aus den warmen Regionen Amerikas. Einfach die Samen im Frühjahr in den Boden säen würden die Pflanzen nicht vertragen. Wenn Sie überleben, würde es bei den niedrigen Temperaturen sehr lange dauern bis die Pflanzen Früchte tragen.  Hier kann man Zeit gewinnen, wenn man ab Mitte Mai direkt Jungpflanzen ins Beet setzt. Natürlich bekommt man diverse Sorten im Baumarkt, Versandhandel oder auch auf Pflanz- und Saatgutbörsen. Besser ist jedoch,  man zieht die Pflanzen selbst auf der Fensterbank. Wer unseren Test “Växer” aus dem letzten Jahr gelesen hat, der weiß, dass wir dazu das Ikea-System nutzen. Natürlich gibt es aber auch noch viele andere Systeme für die Aufzucht der Pflanzen auf der Fensterbank. Da wir aber keine Fensterbank haben, ersetzen wir durch die speziellen Lampen Mutter Sonne und sorgen dafür, dass die kleinen Pflänzchen mit genügend Licht für optimales Wachstum versorgt werden. Wir ziehen dieses Jahr Tomaten, Chili, Mangold und Zucchini vor. Das alles ist mit ein bisschen Geduld verbunden. Aber es lohnt sich wirklich. Als erstes kommen im Februar die Tomaten und die Chilis dran.

Wir hoffen, wir konnten Euch einen Überblick geben und wünschen Euch viel Spaß bei der weiteren Planung Eurer Beete!

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