Rettet die Bienen! – Wenn viele kleine Leute…
**unterstützt durch/enthält Produktplatzierungen**

20. Mai 2019.Timo

…an vielen kleinen Orten,
viele kleine Schritte tun,
können sie das Gesicht der Welt verändern. (Aus Afrika)

Ein Thema hört man aktuell immer wieder: Insektensterben. Es geht um Artenvielfalt und immer wieder um die Bedeutung der Bienen für unsere Ernährung. Tatsächlich ist das ein Thema, was alle angeht, denn Bienen sind wichtiger, als man denkt. Sie sorgen mit der Bestäubung dafür, dass es überhaupt Obst und Gemüse gibt. Rund 150 Nutzpflanzen sind allein in Europa auf Bienen und andere Insekten angewiesen.

Bienen – Honigbienen – Wildbienen

Im letzten Jahr hatte ich einen Imker besucht und mit ihm über Bienen und aktuelle Probleme gesprochen. Dabei ging es um Honigbienen als Nutztiere für Honig und Wachs. Mit dem Imker haben sie jemand an ihrer Seite, der etwas gegen einen Teil der Probleme unternehmen kann. Andere Bienen haben diesen Luxux nicht. Spricht man über Bienen im Zusammenhang vom Insektensterben, geht es in der Regel um Wildbienen. Damit sind nicht etwa wild lebende Honigbienen gemeint, sondern eine ganze Reihe von Bienenarten.

In Deutschland gibt es über 500 Bienenarten. Ein Teil davon ist bereits ausgestorben und viele andere sind bedroht. Ab dem 27. Mai (Montag nach der Europawahl) kann man im Rahmen einer europäischen Bürgerinitiative Einfluß auf die Politik nehmen und langfristig für mehr Schutz für alle Bienen sorgen. Das wird leider etwas dauern und ist eine gesellschaftliche Aufgabe.

Was kann jeder einzelne jetzt schon tun?

So vielfältig, wie die Ursachen, so einfach ist der Beitrag, den jeder jetzt schon leisten kann. Fehlende Futterpflanzen sind ein Teil des Problems. Monokulturen in der Landwirtschaft und Vorgärten aus Schotterflächen oder riesige Rasenflächen sind vielleicht praktisch. Aber Bienen verhungern darauf. Viele verschiedene blühende Pflanzen sind die Antwort. Natürlich ist eine ganze Wiese mit Wildblumen am besten. Aber wenn jeder einen Löwenzahn oder eine Distel im Garten stehen lässt, ist auch schon was getan. Es kostet ja nur ein bisschen Überwindung hat aber eine große Wirkung.

Ein anderes Problem ist die Wohnungsknappheit. Je nach Bienenart werden unterschiedliche Arten von Höhlen bevorzugt. In industrieller Landwirtschaft und aufgeräumten Nutzgärten ist kein Platz für Bienen.

So genannte Insektenhotels kosten nicht viel und bieten Bienen und anderen Insekten ein Zuhause.
Wir haben in diesem Jahr beschlossen, einen kleinen Beitrag zu leisten. Insgesamt haben wir mehr blühende Pflanzen auf unserer Terrasse und wollen wie immer, komplett auf Gifte verzichten.
Um etwas gegen die Wohnungsnot zu tun haben wir verschiedene Insektenhotels aufgehängt und warten jetzt, dass die ersten Besucher ankommen. Ein ganz besonderes Hotel in unserem Garten ist das Beehome. Es hängt direkt an unserer Terrasse.

Das Beehome von Pollinature

Das Beehome ist mehr, als ein einfaches Bienenhotel. Es bringt bereits die ersten Bewohner mit, so dass man von Anfang an auch Bienen beobachten kann. Dazu bekommt man zu dem Bienenhotel eine separate Röhre, in der 25 Mauerbienen-Kokons liegen (Natürlich aus heimischer Zucht). Die Röhre wird  in das Beehome eingesetzt.

Nachdem das kleine Häuschen aufgehängt war, haben wir die Röhre eingesetzt und uns gefragt wie lange es dauert, bis die Bienen schlüpfen. Die Frage wurde uns schnell beantwortet, als ein paar Minuten später die erste Biene summend losflog.

Je nach Temperatur hätte es aber auch 10-30 Tage dauern können. Mauerbienen bilden keine Staaten, wie Honigbienen. Aber sie sind Ortstreu. So dass die Bienen zwar erst einmal weggeflogen sind, aber immer wieder zurückkehren. Man kann sie gut beobachten und offensichtlich geht es ihnen bei uns so gut, dass sie jetzt auch für Nachwuchs sorgen. Nach der Befruchtung legen die Weibchen ihre Eier in Niströhren ab, versorgen Sie mit Pollen und verschließen die Röhren. Eine Brutpflege wie bei Honigbienen findet nicht statt.

Die Röhren werden verschlossen, wenn sie voll sind. Bisher ist noch freie Auswahl bei den “Zimmern” in unserem Beehome. Das wird sich hoffentlich bald ändern. In den verschlossenen Röhren überwintern die Mauerbienen im Beehome. Im kommenden Jahr wird dann eine neue Generation schlüpfen und alles beginnt von vorn.

Wir sind sehr gespannt, wie sich unsere Mauerbienen weiter entwickeln und freuen uns jetzt schon auf den Sommer, ein gut besuchtes Beehome und ein Stück Wildnis in unserem Garten.

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