Angefangen hat alles auf Facebook, als Kai dort einen Teil seiner Quittenernte zum Verschenken anbot. Ohne genau zu wissen, was ich damit machen wollte, habe ich mich gemeldet. Ich hatte noch nie Quitten selbst verarbeitet. Aber so schwer konnte es ja nicht sein. Andere schaffen das auch und außerdem liebe ich Quittengelee.
Dann am letzten Sonntag war es soweit.  In der Zwischenzeit hatte ich mich auch durch diverse Kölner Geschäfte gekämpft, um zu erfahren, dass das Ding ohne Namen, was mir noch fehlte, “Seihtuch” heisst. Kurzum, ich hatte genug Zeit und hatte alle Utensilien zusammen.

Als das Gelee fast fertig war, kam dann meine Zeitmaschine ins Spiel. Im Fernsehen lief die ZDF-Hitparade aus den 70ern. Auf einmal war er da, dieser besondere Moment. Es war total verrückt. Die alten Schlager in Verbindung mit dem süßen fruchtigen Geruch haben mir eine tolle Erinnerung zurück gebracht. Ich habe mich auf einmal gefühlt wie ein kleiner Junge, der bei seiner Oma in der Küche steht während sie Marmelade kocht. Ja ich weiß, es war keine echte Zeitmaschine. Aber für mich war es der perfekte Moment. Die paar Minuten waren besser als ein ganzer Tag Urlaub.

Hier gehts zum Rezept

Das Rezept kann im Prinzip für auch für anderes Obst verwendet werden. Äfpel, Birnen, solo oder gemischt. Der Phantasie sind da kaum Grenzen gesetzt.

 

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