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Meat – no Meat – like Meat

1500 1000 Kalorienpalast

Sein oder Nichtsein bzw. Fleisch oder Vegan, so grundlegend gespalten scheint es manchmal auf den Tellern auszusehen. Wobei die Wahrheit dank Laktose und Gluten wohl noch deutlich komplexer ist. Aber das ist ein anderes Thema.
Zeig mir was du isst, und ich sag dir, wer du bist. So oder so ähnlich sieht es schon seit einiger Zeit aus, wenn es um das Thema richtige Ernährung geht. Wir haben uns angeschaut, ob Produkte wie die von LikeMeat eine weitere Option bieten.

Veganismus

Vegan scheint im Moment irgendwie Trend zu sein. Überall tauchen auf Verpackungen Vegan-Hinweise auf. Dass das auf Produkten, die üblicherweise vegan sind, wie zum Beispiel Gemüse, durchaus lustig wirkt, ist manchen Firmen wohl nicht ganz bewusst.
Uns ist die Idee hinter veganer Ernährung klar. Es geht darum, soweit wie möglich auf tierische Produkte zu verzichten und dabei gesundheitliche sowie ökologische Aspekte mit einzubeziehen. Die Beweggründe sind da im Detail für jeden etwas anders. Im Grunde genommen ist es eine persönliche Entscheidung.
Wir haben uns im letzten Jahr auf der Veganfach umgeschaut und viel neues gesehen. Das was wir hier beobachten ist allerdings ein fast schon absurder Ansatz verschiedener Firmen, Produkte herzustellen, die tierische Lebensmittel imitieren sollen. Das geschieht dann in der Regel mit großem technischen und chemischen Aufwand. So dass am Ende ein Produkt im Supermarkt steht, was zumindest für uns nicht mehr viel mit dem ursprünglichen Gedanken von veganer Ernährung zu tun hat.
Dazu scheint es für uns auch unlogisch, wenn jemand der aus Überzeugung kein Fleisch isst, sich selbst durch die Wahl der Lebensmittel immer wieder an den Geschmack von Fleisch erinnern möchte.

Fleischersatzprodukte von LikeMeat

Likemeat ProduktübersichtLikeMeat bietet Fleischersatzprodukte für die warme Küche an. Wir waren schon auf der Veganfach kurz ins Gespräch gekommen. Auf der Firmen-Homepage gibt es kaum Infos, warum vegane Produkte so aussehen sollen wie tierische Produkte. Jetzt habe ich LikeMeat in Düsseldorf besucht, um mehr darüber zu erfahren.

Likemeat BespielgerichtDie Antworten waren relativ einfach und überraschend sachlich.  Es geht um die Menschen, denen Fleisch an sich schmeckt, die sich aber Gedanken um ihre Ernährung machen und die bewusster leben wollen. Dabei haben sie aber vielleicht ein unvorteilhaftes Bild von veganer Ernährung im Kopf.
Ein anderer Aspekt ist die Lust auf Umami, den Geschmack von Fleisch, den sich der Mensch im Lauf seiner Entwicklung angewöhnt hat und den man nicht so einfach ablegen kann.
Umweltbelastung ist ein drittes Argument. Es ist wahr, dass für die Produktion von tierischem Eiweiß deutlich mehr Ressourcen verbraucht werden, als für pflanzliches Eiweiß.
Zugegeben, alle drei Aspekte klingen plausibel. Es geht um den Abbau von Vorurteilen, die Bedienung gewohnter Geschmackserlebnisse und auch um ökologische Aspekte.

Nach der ganzen Theorie gab es auch einen praktischen Geschmackstest. Uns geht es ja schließlich um leckere Kalorien. Die Produkte von LikeMeat können verarbeitet werden wie bereits gegarte Fleischstücke. Sie werden einfach erwärmt. In der Verpackung sehen sie gegarten Fleischstücken mehr oder weniger ähnlich.
Likemeat roh Insgesamt konnten wir 6 Produkte probieren. Das Ergebnis war durchwachsen. Zwei Produkte waren geschmacklich gut und kamen so dicht an Fleisch heran, dass Sie ohne weiteres als Ersatz verwendet werden könnten. Zwei waren geschmacklich gut. Aber da der Maßstab „wie Fleisch“ war, haben sie uns nicht überzeugt. Übrig bleiben zwei Produkte, die nicht wie Fleisch waren und die uns auch unabhängig davon nicht geschmacklich überzeugt haben. Aber jeder hat einen etwas anderen Geschmack und so sollte sich lieber jeder, der Lust auf die Produkte hat, ein eigenes Bild machen.

Und nun?

Die Produkte an sich waren überwiegend geschmacklich gut. Allerdings glauben wir nicht, dass solche Ersatzprodukte Fleisch aus unserer Küche verdrängen werden. Da erscheint es uns doch eher sinnvoll, bewusst Fleisch zu essen und ebenso bewusst kein Fleisch zu essen statt mit Ersatzprodukten quasi einen modernen Ablassbrief für das Gewissen zu kaufen. Das ist eine Entscheidung, die aber jeder für sich treffen muß.

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Timo

Ich mag die Herausforderung und probiere mich deshalb besonders an französischem Feingebäck und der Patisserie allgemein. Das muss nicht immer gut gehen. Das Spiel mit Aromen reizt mich sehr und so verirrt sich auch mal Kürbiskernöl und Pfeffer in ein Gebäck, Lavendel in eine Eiscreme oder Thymian in die Marmelade. Für mich muss eine Speise schön angerichtet sein, jedoch nicht zum Kunstwerk stilisieren. Food setze ich gerne in rechte Licht und verewige es digital. Je nach Ergebnis ist das gar nicht so einfach…

Alle Beiträge von:Timo

Timo

Ich mag die Herausforderung und probiere mich deshalb besonders an französischem Feingebäck und der Patisserie allgemein. Das muss nicht immer gut gehen. Das Spiel mit Aromen reizt mich sehr und so verirrt sich auch mal Kürbiskernöl und Pfeffer in ein Gebäck, Lavendel in eine Eiscreme oder Thymian in die Marmelade. Für mich muss eine Speise schön angerichtet sein, jedoch nicht zum Kunstwerk stilisieren. Food setze ich gerne in rechte Licht und verewige es digital. Je nach Ergebnis ist das gar nicht so einfach…

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