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Kölner Festival der Genüsse

1500 844 Kalorienpalast

Wir hatten uns schon geärgert, dass wir nicht zum Goutmetfestival in Düsseldorf gehen konnten. Leider bekommt man zeitlich nicht immer alles unter einen Hut. Die Überraschung war aber um so größer, als wir auf der Homepage erfahren haben, dass vom 4. – 6. September ein ganz ähnliches Event in Köln stattfinden sollte. Die Vorfreude war riesig. Doch als wir dort ankamen, mußten wir leider feststellen, dass Vorstellung und Realität nicht immer zusammen passen. Entgegen unserer Vorstellung erwartete uns am Schokoladenmuseum eine seltsame Mischung aus Weihnachtsmarkt und Fischmarkt. Für unseren Geschmack waren einfach zu viele Händler mit gleichen Angeboten vertreten. Sicherlich sind Wurst und Käse aus aller Welt interessant und schmackhaft, jedoch nach dem dritten Stand auch wieder langweilig. Dennoch haben wir der Veranstaltung eine Chance gegeben.

Unser Fazit ist trotzdem durchwachsen. Die Veranstaltung verspricht mehr, als Sie hält. Aber das, was wir probiert haben, war durchweg ein Genuss. Da ein Festival von Vielfalt lebt, haben wir versucht möglichst verschiedene Dinge zu probieren.
Unsere kulinarischen Favoriten dieses „Festival der Genüsse“ haben wir für Euch hier notiert und die Titel verlinkt. Einfach besuchen und selbst mal ausprobieren.

Bunte Burger

Im Street Food Bereich fing unser kulinarischer Rundgang an. Eher zufällig blieben wir vor einem unscheinbaren Burgerwagen stehen. Unser Blick fiel auf die Karte und wir sprachen grad noch darüber, womit wir anfangen sollten, als wir aus dem Wagen angesprochen wurden. Etwas unschlüssig ließen wir uns dann dazu überreden, mit einem leckeren Burger zu beginnen. Wir entschieden uns für den Genußburger und Süßkartoffelchips. Da der Burger selbstverständlich frisch zubereitet wurde, kamen wir während der Wartezeit mit dem jungen Mann im Wagen ins Gespräch. Wir erklärten, was der Kalorienpalast ist und er erzählte uns, was die Idee hinter „Bunte Burger“ ist. Ganz nebenbei stellte sich heraus, dass alles Bio ist. Die zweite Überraschung war dann, dass die Burger vegan sind.

Der Mann und seine Crew haben wirklich Freude an ihrer Arbeit und so hatten wir alle bei diesem Plausch richtig Spass. Das eine richtige Passion dahinter steckt, merkten wir an unserem Burger.
Unser Burger sah zwar auf den ersten Blick aus, wie ein klassischer Burger. Aber er versuchte nicht damit geschmacklich zu konkurieren, sondern war etwas eigenes. Wir aßen das erste mal Seitan und waren angenehm überrascht von dessen Geschmack. Das Pesto, dass übrigens in unterschiedlichsten Variationen für die Burger verwendet wird, ist selbstgemacht und einfach Hammer.
Für den ersten Stand an diesem Tag war es gleich die ganz große Überraschung. Vegan muß nicht aufdringlich und missionarisch verkauft werden. Zudem kann es auch sehr lecker sein, ohne dabei wie Fleisch schmecken zu wollen.

Turbo-Imbiss 

mapDer zweite Wagen, auf den wir aufmerksam geworden waren, war der Turbo-Imbiss. Aufmerksam geworden waren wir durch den Aufdruck „Einhornfleisch“. Das gab es dort natürlich nicht. Dafür lernten wie taiwanesischen „Gua Bao“ kennen. IMAGDas Original ist Schweinefleisch mit Erdnüssen und Korriander in gedämften Hefeteigtaschen. Am Stand gab es auch eine vegetarische Variante. Wir entschieden uns für das Original.
Was wir dann in Händen hielten war ausgesprochen lecker und fein abgestimmt. Korriander bringt immer das Risiko mit sich, zu dominant zu sein.DSC Aber das aromatische Schweinefleich, was sehr an Pulled Pork erinnerte, ergab mit den Gewürzen und der Teigtasche einen sehr runden Geschmack. Es war leider etwas schwierig zu essen, da der Teig an der kleinen Schale klebte. So gelang es nicht immer, alles, wie gewünscht, auf die Gabel zu bekommen. Aber abgesehen davon ist Gua Bao zu empfehlen.

Ella Virelo

Da wir beide total auf Käsekuchen stehen, lockte uns der Stand von Ella Virello mit dem leckersten American Cheesecake der Welt. Nunja, sie hatte nicht zuviel versprochen. Der Cheesecake war zwar sehr mächtig, so wie alle amerikanischen Käsekuchen. Aber man hatte auch nach zwei Bissen noch Lust weiter zu essen.

Wenn im Internet auch gerne für viel leckeres der tag „#Foodporn“ benutzt wird, dann trifft er hier jedoch wirklich auf diesen Kuchen zu. Der Trick, so verriet uns die nette Dame und Bäckerin dieses tollen Kuchens, ist neben dem Käserezept, das unglaublich stimmige Verhältniss von süß und säuerlich, was durch das Salzkaramell-Topping noch prima ergänzt wird.

Es wird bestimmt nicht das letzte Stück Kuchen sein, dass wir von ihr essen werden…

L’escalier

Als vierte Station wollten wir es nun wissen, was Köln auf gehobenem Gourmet Niveau zu bieten hat. imagesUnd so probierten wir am Stand von L’escalier eine gegrillte Jacobsmuschel mit Erbspüree, Linsensalat mit Buttermilchespuma und Roastbeef als Rheinischen Sauerbraten an Balsimicojus. DSCBeim probieren kamen wir sogar mit dem Küchenchef persönlich ins Gespräch.
Das ist nicht unbedingt selbstverständlich, da viele Küchenchefs nicht nur mit gutem Handwerk, sondern auch gerne mit Distanz und Unnahbarkeit glänzen.DSC Dieses Gefühl hatten wir nun bei Maximilian Lorenz überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil, er vermittelte uns das Gefühl Wert auf unsere Meinung zu legen und an unseren Eindrücken von seiner „Kunst“ wirklich interessiert zu sein.
Natürlich kann man die Küche von Maximilian Lorenz nicht mit Street-Food vergleichen. Aber der Stand war unser eindeutiger Geschmacksfavorit des Tages. Es war handwerklich tolle Gourmetküche. Jedes Aroma war am richtigen Platz. Alles war perfekt ausgewogen und kam ohne übertriebenes chi-chi aus. Daumen hoch!

Brau-Art

Am Abschluß unseres Rundgangs, kamen wir dann am Stand von Brau-Art an. Wie schon zu Beginn waren wir etwas unschlüssig. Dieses mal jedoch, ob wir noch etwas probieren sollten oder nicht. Wieder kamen wir ins Gespräch und schneller als wir schauen konnten, hatten wir einen Probierbecher in der Hand. DSCBei Brau-Art bekommt man viele verschiedene britische Biere. Was wir da probieren durften war ungewöhnlich aber lecker: Ingwerbier mit Fruchtnote. Wir haben uns direkt für den Abend noch zwei Flaschen mitgenommen.

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Timo

Ich mag die Herausforderung und probiere mich deshalb besonders an französischem Feingebäck und der Patisserie allgemein. Das muss nicht immer gut gehen. Das Spiel mit Aromen reizt mich sehr und so verirrt sich auch mal Kürbiskernöl und Pfeffer in ein Gebäck, Lavendel in eine Eiscreme oder Thymian in die Marmelade. Für mich muss eine Speise schön angerichtet sein, jedoch nicht zum Kunstwerk stilisieren. Food setze ich gerne in rechte Licht und verewige es digital. Je nach Ergebnis ist das gar nicht so einfach…

Alle Beiträge von:Timo

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Ich mag die Herausforderung und probiere mich deshalb besonders an französischem Feingebäck und der Patisserie allgemein. Das muss nicht immer gut gehen. Das Spiel mit Aromen reizt mich sehr und so verirrt sich auch mal Kürbiskernöl und Pfeffer in ein Gebäck, Lavendel in eine Eiscreme oder Thymian in die Marmelade. Für mich muss eine Speise schön angerichtet sein, jedoch nicht zum Kunstwerk stilisieren. Food setze ich gerne in rechte Licht und verewige es digital. Je nach Ergebnis ist das gar nicht so einfach…

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