Keramikmesser für die Küche- Eine Alternative?
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13. Januar 2019.Timo

Es gibt nichts schöneres, als in der Küche mit gutem Werkzeug zu arbeiten. Das gilt für Messer im Besonderen. Mit den falschen oder sogar stumpfen Messern hat man mehr mühe beim Schneiden und über das Ergebnis braucht man gar nicht erst reden. Bisher haben wir im Kalorienpalast nur Messer aus Stahl verwendet. Aber es gibt noch eine Alternative: Keramik! Ja, auch wir haben uns anstecken lassen und ein paar Keramikmesser besorgt. Wir sind recht schnell bei Kyocera gelandet und waren im ersten Moment irritiert: Stellen die nicht Drucker her?
Ein kleiner Ausflug in die Welt der Werkstoffe:  Der Werkstoff Keramik ist sehr leicht und dabei doch sehr hart. Nicht umsonst werden Stahlklingen auch an Keramikstäben geschärft. Wer von uns kennt nicht auch den Trick, das Messer an der Unterseite eines Tellers zu schärfen. Keramik kann in jede beliebige Form gebracht werden, warum also nicht die Eigenschaften nutzen und Messer herstellen?  Noch dazu sind Keramikmesser perfekt für Menschen mit Nickel-Allergie. Übliche Stahlmesser bestehen meist aus einer Nickel-Stahl-Verbindung und machen damit einigen Menschen das Leben schwer.

Die ausgewählten Keramikmesser von Kyocera bestehen laut ihrer Beschreibung, aus besonders hochwertiger Zirkoniakeramik, einem noch leichteren Material, das extrem hart und korrosionsfrei ist und sich daher auch problemlos in der Spülmaschine reinigen lässt. Die dichte und glatte Klingenoberfläche ermöglicht einen präzisen Schnitt und da sie keine Metallionen transportiert, ist sie absolut geruchs- und geschmacksneutral.

Verpackung schwerer als der Inhalt

Wir haben uns das Kochmesser, das Santokumesser und das Universalmesser von Kyocera besorgt. Die Messer sind einzeln in einer transparenten Kunststoffbox verpackt. Nach dem Auspacken ist die erste Überraschung da. Die Messer sind federleicht. Der Griff selbst besteht komplett aus Kunststoff und ist aus einem Stück an die Klinge angegossen. Der geformte Soft-Touch-Griff mit einer leichten Krümmung im Messerrücken sorgt für ein angenehmes Griffgefühl. Optisch erinnert die Klingenfarbe tatsächlich an Messer aus Stahl. Bei genauem hinsehen, merkt man aber, dass es kein Stahl ist.
Aus den Pflegehinweisen erfahren wir, dass auch Keramikmesser irgendwann nachgeschliffen werden müssen. Keine Klinge der Welt ist ewig scharf, auch keine Keramikklinge. Ärgerlich ist dabei, das die Keramik allerdings nur vom Fachmann geschliffen werden kann. Selbst schleifen ist mit Diamant-Schleifgeräten möglich, wird jedoch generell nur als Zwischenlösung empfohlen. Immerhin: Ein Gutschein für das erste Schärfen bekommt man jedoch mit dem Kauf bei Kyocera mitgeliefert!

Keramikmesser von Kyocera - KalorienpalastEs wird geschnitten…

Wir haben die Keramikmesser von Kyocera im  Alltag getestet und die Messer in den letzten Tagen ganz normal genutzt. Was schneidet man so? Viel Gemüse, Zwiebeln, Äpfel, Tomaten und Fleisch war dabei. Sicherlich auch die eine oder andere Verpackung die sich weigerte normal geöffnet zu werden.
Das Schnittbild war immer sehr sauber. Bei Karotten und ähnlich hartem Gemüse war natürlich etwas mehr Druck nötig. Auch hier gab es ein sauberes klares Schnittbild. Bei einer Süßkartoffel oder einem Kürbis haben wir das Keramikmesser allerdings liegen lassen. Das sind typische Gemüse bei denen es aufgrund ihrer Härt zum verkanten der Klinge kommt. Keramik ist spröde und leider nicht bruchfest. Die Klinge bricht beim verkanten und wenn Euch das Messer herunterfällt, ist es genauso sicher kaputt wie eine herunterfallende Kaffeetasse oder ein Teller.
Das Fleisch ohne Knochen ließ sich mühelos schneiden. Egal ob längs oder quer zur Fleischfaser geschnitten, das Messer macht, was es soll. Auch hier haben wir auf Experimente mit Fleisch am Knochen verzichtet: Bruchrisiko!
Zum Reinigen konnten wir die Messer problemlos mit in die Spülmaschine geben.

Bei der Frage nach der Aufbewahrung waren dann wieder einige Fragen bei uns offen. Im klassischen Messerblock besteht das Risiko, das Messer zu verkanten. Unser Messerhalter ist offen, aber magnetisch und fällt damit auch aus. In der Messerschublade zwischen den Stahlmessern besteht das Risiko, dass die Klinge beschädigt wird und in der Originalverpackung ist das Keramikmesser zwar gut aufgehoben, aber nicht schnell zur Hand, wenn man es braucht. Somit empfehlen wir, ein paar Euro für den Klingenschutz auszugeben.

Unser Fazit
4.2 / 5 Unsere Wertung
Pro
-sehr scharf
-Gewicht
-leichtes Reinigen in der Spülmaschine
Contra
-Nicht für feste oder harte Lebensmittel geeignet
-Bruchgefahr bei herabfallen
-Gewicht
-Nachschleifen nur durch Fachmann

Die Messer sind scharf, leicht und sehr gut zu reinigen und kommen mit alltäglichen Küchenarbeiten in einem Haushalt gut zurecht. Insbesondere dann wenn es auf eine scharfe Klinge für ein sauberes Schnittbild ankommt, haben die Messer einen Pluspunkt.  In einem Haushalt sind sie eine scharfe und günstigere Alternative zu Messern aus Stahl. Allerdings sollte man sich bewusst sein, dass man mit den Messern nicht umgehen kann wie mit Stahlmessern. Durch die Bruchgefahr bei herabfallen und verkanten, sind sie auch nichts für Kinderhände.
Für den Hobbykoch oder ambitionierten Koch, sind sie keine Alternative zu Stahlmessern. Hierzu sind sie einfach zu unflexibel in den Anwendungsmöglichkeiten. Das fehlende Gewicht der Messer bei den Schneidarbeiten ist für den ein oder anderen eine weitere Hürde. Bei uns kam auch die Frage nach der Aufbewahrung dazu. Letztlich nutzen wir die Messer nur für längerdauernde Schneidarbeiten und Gemüseschnitzereien. Dabei sind sie jedoch unschlagbar.
Wenn man sich für Messer aus Keramik entscheidet, sind die Messer von Kyozera eine sehr gute Wahl.

Aussehen
Verarbeitung
Größe
Bedienbarkeit
Funktionalität
Preis

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