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Eat and Style 2015

1500 515 Kalorienpalast

Die Messe

Dieses Jahr waren wir wieder einmal auf der eat & STYLE. Wobei der Name ein wenig täuschen kann. Der Schwerpunkt liegt tatsächlich auf Essen und Trinken. Alle, die sich ein wenig dafür interessieren, dürften hier interessante Dinge finden. Es ist Deutschlands größtes Food-Festival. Wer die ganz großen Namen der Branche erwartet, wird zum Glück enttäuscht. Der Fokus liegt darauf, kleine regionale Manufakturen und besondere Lebensmittel vorzustellen. Aber genau das ist es, was uns gereizt hat. Wie ihr wisst, sind wir immer auf der Suche nach neuen leckeren Kalorien.DSC Eine kleine Auswahl von Produkten wollen wir Euch hier vorstellen, die uns besonders ins Auge gefallen sind:

O’Donnell

DSCIst das jetzt kriminell oder eine lebendige Geschichtsstunde. Na, auf jeden Fall ist es lecker und die Idee ist eher kriminell gut. Philip von O’Donnell entführt uns mit seinem Moonshine in die Zeit der amerikanischen Prohibition, als Alkohol illegal war. Der Name Moonshine kommt tatsächlich vom Mondlicht, was sich zum Schmuggeln schon immer besser geeignet hat als Sonnenlicht. Um noch weniger auffällig zu sein, wurde illegal gebrannter Schnaps in Einmachgläsern transportiert, erklärt uns Philip. In der Tat hatte uns der Stand auf der Messe zunächst mit dem Gedanken an etwas süßes angelockt. Doch das Pappschild macht schnell klar: Hier gibt es Schnaps und keinen Honig. Kurz probiert und wir haben uns für den leckeren „Bitter Rose“ entschieden.

OLAMI

DSCIm Vorbeigehen sahen wir etwas, was aussah, wie Zigarrenschachteln. Stehen geblieben, um zu schauen, was es wirklich war, ergab sich ruck zuck ein Gespräch in dem so einiges geklärt wurde. Die vermeintlichen Zigarren waren Mini-Salamis, die nach traditionellem Rezept hergestellt werden. Daneben gibt es noch Gewürzmischungen und Nussmischungen. Die Ganze Auswahl gibt es hier direkt bei OLAMI. Wir erfuhren, dass das alles eher in die Kategorie „Geschenke“ gehört und man sogar individuelle Verpackungen gestalten kann. Eine Kostprobe ergab, sehr lecker. Jedoch war es für unseren Geschmack zu viel Fokus auf der Verpackung, so dass das an sich gute Produkt ein wenig in den Hintergrund gerückt wird. Schade eigentlich, denn der Geschmack hat schon Lust auf mehr gemacht. Aber wir sind schließlich auf der eat & STYLE und da geht es nunmal nicht nur um Essen, sondern auch um Style.

koawach

DSCKoawach kannten wir von der TV-Sendung „Die Höhle der Löwen“. Dort trat das junge Team an, um Investoren zu gewinnen. Ihr Konzept war so simpel, wie überzeugend. Koawach ist die Kombination aus Kakao und Guarana. Der Wachmacher ohne Kaffee, der Deutschland erobern soll. Doch damit nicht genug. Alle Zutaten sollen aus fairem Handel stammen. Nicht nur fair für die Bauern in Lateinamerika, sondern auch fair für die Umwelt. Inzwischen gibt es sechs Sorten, mit und ohne Zucker oder Guarana. Da ist für jeden etwas dabei.Wir haben es probiert. Sehr wach und mit leckerem Kakaogeschmack im Mund sitze ich grade hier am Computer, schreibe diese Zeilen und meine Gedanken schweifen ab, ob man daraus nicht auch einen leckeren Schoko-Kuchen zum Aufwachen zaubern könnte…

Futterflotte

DSCDa man automatisch hungrig wird, wenn man so viele tolle Lebensmittel vor der Nase hat, entschieden wir uns zum Mittag für die Auswahl der Futterflotte. Für uns gab es ein Pulled Beef und ein Kürbis Sandwich. Dazu nahmen wir die leckere hausgemachte Limo „Zitrone-Thymian“. Es war von der Füllung bis hin zum Brot toll aufeinander abgestimmt und sehr lecker. Wenn Ihr die Futterflotte irgendwo in eurer Nähe seht, unbedingt hingehen!

Masawi

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Dann war da noch dieser Gewürzstand. Im Augenwinkel hatte ich im Vorbeigehen zwei drei Dinge gesehen, die man normal nicht so oft an solchen Ständen findet. Das war der Reiz, dann doch noch einmal näher hinzuschauen. Neben einer großen Auswahl an verschiedenen Gewürzen habe ich hier Blüten gefunden, die direkt mein Kopfkino in Sachen Rezepte haben anlaufen lassen. Hätte man mich am Ausgang der Messe gefragt, was Masawi ist, hätte ich gesagt, ein gut ausgestatteter Gewürzhandel.
Zu Hause hat mir dann ein Blick auf die Homepage ein ganz anderes Bild vermittelt. Da gibt es dann auch noch Dinge aus Holz und Horn sowie Begriffe wie Alternative Heilkunde und Gewürzentdeckungsreisen. Vermisst habe ich aber eine Erklärung, was Masawi als ganzes eigentlich ist. Ich sehe Masawi als Geheimtipp, weil ich dort über viele interessante Gewürze und Kräuter gestolpert bin, die ich so noch nirgendwo sonst gesehen habe. Ihr macht Neugierig und wir werden Euch weiter im Auge behalten.

Vieux Sinzig

DSCDamit wären wir bei der zweiten großen Überraschung auf der eat & STYLE. Auch wieder in Vorbeigehen las ich den Namen ‚Löwenzahnblüten-Chutney‘. Großes Interesse! Sowas liest man nicht alle Tage. Noch dazu, wo ich selbst für nächstes Jahr vorhabe mehr mit Wildblüten und Früchten zu experimentieren. Also ran an den Stand und probiert. Beim Chutney blieb es nicht. Nach einigen Kostproben bin ich beim wirklich sehr leckeren süßen Rhein-Rhabarber hängen geblieben. Ein herrlicher Geschmack und ich habe auch schon ein paar Rezeptideen, wo er zum Einsatz kommen wird.
Ganz sicher werden wir Vieux Sinzig besuchen. Neben der französischen Küche gibt es dort den Schwerpunkt von Wildkräutern. Das verspricht viele neue kalorische Eindrücke. Definitiv Daumen hoch. Wir haben Lust auf mehr!

Unser Eindruck 2015

nFür uns hat sich die eat & STYLE ganz bestimmt gelohnt. Wir haben tolle Menschen und tolle Produkte kennengelernt. Ihr solltet nicht zu sehr überrascht sein, wenn das eine oder andere davon demnächst in unseren Rezepten wieder auftaucht. Ganz sicher sind wir im nächsten Jahr wieder da.

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Timo

Ich mag die Herausforderung und probiere mich deshalb besonders an französischem Feingebäck und der Patisserie allgemein. Das muss nicht immer gut gehen. Das Spiel mit Aromen reizt mich sehr und so verirrt sich auch mal Kürbiskernöl und Pfeffer in ein Gebäck, Lavendel in eine Eiscreme oder Thymian in die Marmelade. Für mich muss eine Speise schön angerichtet sein, jedoch nicht zum Kunstwerk stilisieren. Food setze ich gerne in rechte Licht und verewige es digital. Je nach Ergebnis ist das gar nicht so einfach…

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Ich mag die Herausforderung und probiere mich deshalb besonders an französischem Feingebäck und der Patisserie allgemein. Das muss nicht immer gut gehen. Das Spiel mit Aromen reizt mich sehr und so verirrt sich auch mal Kürbiskernöl und Pfeffer in ein Gebäck, Lavendel in eine Eiscreme oder Thymian in die Marmelade. Für mich muss eine Speise schön angerichtet sein, jedoch nicht zum Kunstwerk stilisieren. Food setze ich gerne in rechte Licht und verewige es digital. Je nach Ergebnis ist das gar nicht so einfach…

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