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Das neue Jahr ist noch jung und schon ist wieder Zeit für die Bestellung des eigenen Gartens. In der Stadt Obst und Gemüse anbauen ist gar nicht einmal so schwierig. Inzwischen bieten unzählige Organisationen, regionale Bauern und Grundbesitzer Möglichkeiten des “Urban Gardening” an.

Wikipedia erklärt: Urbaner Gartenbau, auch Urban Gardening, ist die meist kleinräumige, gärtnerische Nutzung städtischer Flächen innerhalb von Siedlungsgebieten oder in deren direktem Umfeld.

Teilweise findet sogar eine Betreuung und Beratung bei der Bestellung der eigenen kleinen Obst- und Gemüsefelder statt. Wir wollen jedoch nicht immer wegfahren, sondern zu Hause unser Gemüse anpflanzen!
In den letzten Jahren wurde das “Hochbeet” immer populärer. Es bietet die Möglichkeit auf kleiner Fläche auf dem Balkon oder auf der Terrasse Obst und Gemüse anzupflanzen. Auch einige Gartenbesitzer nutzen Hochbeete. Sie sind rückenschonend und lassen sich gerade auch in der Mietwohnung oder dem Mietgarten einfach aufbauen und bei Auszug zurückbauen, ohne dauerhaften Schaden zu hinterlassen.

 

Inzwischen gibt es Hochbeete in den unterschiedlichsten Formen, Farben und Materialien. Hochbeete könne auch ohne große Kosten selbst gebaut werden. Mit den inzwischen überall genutzten Euro-Paletten ist es nur eine Frage des eigenen Geschicks im Umgangs mit Hammer, Zange und Schrauben.
Nachdem das Hochbeet gebaut, gekauft oder geerbt wurde, muss es nun natürlich auch gefüllt werden. Hierzu verfolgt fast jeder eine eigene Philosophie und es gibt unzählige Ratgeber hierzu. Was alle gemeinsam haben: Es geht darum, das Hochbeet so zu befüllen, dass genug Nährstoffe im Boden sind um die Pflanzen optimal zu versorgen und eine reiche Ernte von gesundem Obst und Gemüse zu ermöglichen!
Optimal wäre natürlich auch, wenn nicht die gesamte Erde schon nach einem Jahr so ausgelaugt ist, das sie teilweise komplett ausgewechselt werden muss. Wir befüllen unsere Hochbeete in folgender Weise:

  • Die erste Schicht ist grober Holzschnitt. Wir nutzen hierzu gerne die Äste vom alten Tannenbaum, Rückschnitt von holzigen Sträuchern und Hecken. In unserer Nachbarschaft gibt es genug Menschen, die glücklich sind wenn sie Ihren Rückschnitt nicht selbst entsorgen müssen.
  • Dann folgt Pflanzenschnitt, Rasenschnitt und Blätter.
  • Eine weitere Schicht ist grober Kompost. Hier eignet sich auch ganz toll der Mist Deiner Haustiere: Streu und Unrat aus den Käfigen Deiner Karnickel, Meerschweinchen etc.
  • Zum Schluss decken wir alles mit einer dicken Schicht normale Pflanzenerde zu.

Nach einer Ruhezeit von ein paar Wochen siehst Du ziemlich schnell ob das Bett noch weitere Erde benötigt. Fertig ist die Hochbeetfüllung! Je nachdem wieviel Erde über die Pflanzzeit verloren gegangen ist, ergänzt Du das Beet wieder mit Pflanzenschnitt etc.

Falsch machen, kannst Du hierbei nichts. Hört sich alles komplizierter an als es ist. Dieses Jahr haben wir erstmals zwei Hochbeete und wir sind sehr gespannt, ob alles so wird wie wir uns das vorstellen. Aber Ihr kennt ja Murphys Gesetz: Was schiefgehen kann, wird schiefgehen!