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Butchers Beef - Kalorienpalast

Butcher’s Beef von Pete & Phil’s
Rindfleisch als Snack-Getränk

5269 3513 Kalorienpalast

Beim Einkaufen finden wir immer wieder Produkte, die uns Neugierig machen. Heute ist deshalb eine Flasche Butcher’s Beef in unserem Einkaufskorb gelandet. Ein Snack-Getränk auf Fleischbasis hatten wir noch nie. Wir sind sehr gespannt, was das genau ist und wollten herausfinden wie es schmeckt.

Der erste Eindruck zu Butcher’s Beef
Butchers Beef - Kalorienpalast

Wir halten eine dunkelbraune Glasflasche (330ml) in den Händen. Das Etikett bedeckt die komplette Flasche. Ein erster Blick auf’s Produkt ist dadurch nicht möglich. Das Etikett verrät, dass es sich um einen „Premium Meat Snack“ handelt. Weiter lesen wir, dass es ein fleischhaltiges Getränk ist, das dafür entwickelt wurde, im Büro, unterwegs oder beim Sport getrunken zu werden. Interessant!
Aus dem Webshop erfahren wir weiterhin, dass es im Rahmen einer Diät oder für Ernährungsbewußte seinen Platz findet. Eine weitere Zielgruppe sind Senioren mit Schluckbeschwerden. Butcher’s Beef als Getränk für jedermann, vom Kind bis zum Senior?  Das sind eine ganze Menge sehr verschiedener Zielgruppen mit recht unterschiedlichen Anforderungen. Eine große Herausforderung für ein einzelnes Getränk.

Mit einem Kaloriengehalt von 47kcal pro 100ml kommt man auf 155kcal pro Flasche (vergleichbar bspw. mit Apfelsaft). Dabei hat es mit 4,4g/100ml einen niedrigen Zuckergehalt. Der zuvor erwähnte Apfelsaft hat im Vergleich dazu 12g Zucker. Damit ist es in der Tat ein gesunder Snack oder für eine kalorienreduzierte Ernährung geeignet. Auf der Internetseite lesen wir zudem:

„Fleischgenuss wie bei Großmutter: naturbelassenes Rindfleisch in Kombination mit frischem Gemüse bietet einen authentischen Fleischgeschmack der sanften Art und weckt Schluck für Schluck die schönsten Kindheitserinnerungen. Unser Klassiker mit der feinen Würze – nicht nur für Puristen und Nostalgiker, aber definitiv für Genießer. Dezent, unaufdringlich, ehrlich.“

Beim Blick auf die Zutatenliste finden wir Rindfleisch, verschiedenes Gemüse und Gewürze. Das hört sich ja wirklich gut und naturbelassen an. Doch dann folgen Maltodextrin, Sojaeiweiß, Magermilchpulver, Sojalecithin, Guarkernmehl und natürliches Aroma! Diese Zutaten standen bei unseren Großmüttern eher seltener auf dem Einkaufszettel, aber immerhin tauchen sie so weit hinten in der Zutatenliste auf, dass es sich hoffentlich nicht um Hauptzutaten handelt…

Wer steckt dahinter?

Das kleine ovale Symbol auf der Flasche verrät uns, dass Butcher’s Beef in Rheinland Pfalz produziert wird. In Temmels, um genau zu sein. Dahinter steckt die Metzgerei Klassen. Das ist ein Familienbetrieb mit 80-jähriger Tradition. Die Webseite verrät, dass die Köpfe hinter dem Produkt Philipp und Peter Klassen sind. Uns gefällt der Gedanke, dass Idee und Produktion hier unter einem Dach sind und noch dazu ein Familienbetrieb dahinter steht.
In Zeiten von großen Konzernen findet man das immer seltener. Innovative Ideen sind daher gefragt und werden auch von uns Verbrauchern gesucht und gekauft.

Doch nun zum Test

Da das Produkt quasi auch als Snack für unterwegs beworben wird, testen wir es ungekühlt. Schließlich hat man nicht immer und überall einen Kühlschrank dabei. Kurz geschüttelt öffnen wir die Flasche. Der erste Eindruck ist der Geruch. Nach dem Öffnen der Flasche ist der erste Eindruck eher mild. Er erinnert leicht an Rinderbraten.
Ins Glas gegossen kommt die Optik ins Spiel. Butcher’s Beef ist nicht so dünnflüssig, wie Wasser. Eher wie eine leicht angedickte Soße. Wir erinnern uns an das Guarkernmehl aus der Zutatenliste. Farblich ist es ein helles braun, fast zu hell um Bratensoße zu sein. Ganz ehrlich: Die Farbe ist nicht wirklich appetitanregend und wir verstehen, warum die Flasche ein so großes Etikett hat.

Butchers Beef - Kalorienpalast

Der Geschmackstest

Der erste Schluck und wir sind ratlos, um es vorsichtig auszudrücken. Das Produkt hat einen sehr neutralen Geschmack. Wir können tatsächlich nicht sagen, dass es schlecht schmeckt. Wir haben das Glas ausgetrunken. Wir können aber auch nicht sagen, dass es besonders gut schmeckt. Der Eindruck, den wir haben ist, als ob man einen fertigen sehr milden Rinderbraten zusammen mit Gemüse noch einmal in viel Wasser gekocht hat und dann alles sehr sehr fein püriert wurde. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Wobei das ja eigentlich zur Werbeaussage passt. „Dezent und unaufdringlich“ Wir hatten uns nur insgesamt etwas anderes vorgestellt. Für diese „andere Vorstellung“ haben wir einmalig 3,99 Euro bei Globus investiert.

Unser Fazit
2.1 / 5 Unsere Wertung
Pro
Im Familienbetrieb kommt alles aus einer Hand und hat regionalen Bezug.
Contra
Geschmacklich ist es sehr neutral.
Der Preis ist stolz
Leider Zusatzstoffe enthalten
Zusammenfassung
Für 3,99€ (Stand Juni 2018) hat man ein Getränk, dessen Herkunft und Idee überzeugt. Mehr leider auch nicht.
Der Wow-Effekt ist ausgeblieben. Dafür, dass sogar mit Aromen gearbeitet wurde, ist das Getränk geschmacklich sehr zurückhaltend mild. Der "Fleischgenuß wie bei Großmutter" ist bei näherer Betrachtung tatsächlich eher eine Lösung für Menschen mit Schluck- und Kaubeschwerden oder Problemen mit der Verdauung. Schade!
Aussehen
Geschmack
Zusatzstoffe/ Aromen
Preis
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Timo

Ich mag die Herausforderung und probiere mich deshalb besonders an französischem Feingebäck und der Patisserie allgemein. Das muss nicht immer gut gehen. Das Spiel mit Aromen reizt mich sehr und so verirrt sich auch mal Kürbiskernöl und Pfeffer in ein Gebäck, Lavendel in eine Eiscreme oder Thymian in die Marmelade. Für mich muss eine Speise schön angerichtet sein, jedoch nicht zum Kunstwerk stilisieren. Food setze ich gerne in rechte Licht und verewige es digital. Je nach Ergebnis ist das gar nicht so einfach…

Alle Beiträge von:Timo

Timo

Ich mag die Herausforderung und probiere mich deshalb besonders an französischem Feingebäck und der Patisserie allgemein. Das muss nicht immer gut gehen. Das Spiel mit Aromen reizt mich sehr und so verirrt sich auch mal Kürbiskernöl und Pfeffer in ein Gebäck, Lavendel in eine Eiscreme oder Thymian in die Marmelade. Für mich muss eine Speise schön angerichtet sein, jedoch nicht zum Kunstwerk stilisieren. Food setze ich gerne in rechte Licht und verewige es digital. Je nach Ergebnis ist das gar nicht so einfach…

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