...auf der Suche nach den leckersten Kalorien!

Bombay Sapphire Distillery-
Ein kleiner verwunschener Ort.
**unterstützt durch/enthält Produktplatzierungen**

23. März 2019.Mark

Was sich so märchenhaft anhört, ist tatsächlich so. Bis 2013 wurde der Bombay Gin in Worrington (Nordengland) in einer Industrieanlage zusammen mit anderen Marken destilliert. Nach einem verheerenden Brand der dortigen Destille und der vorhandenen Vorräte, zog man die Reissleine und quartierte die Marke Bombay Sapphire Gin aus. Als neue Destille wählte man die ehemalige Papiermühle “Laverstock Mill” im beschaulichen Hampshire.

Ein verwunschener Ort

Die dortige Produktionsstätte hat einen ganz eigenen Charme. Erbaut 1718 und zuletzt als Produktionsstätte für Banknoten genutzt, erfuhr der Ort keine große Industrialisierung und blieb irgendwie stilistisch im viktorianischen Zeitalter stecken. Das hier unter anderem auch die Banknoten, für die ehemalige Kronkolonie Indien hergestellt wurde, verwundert nicht. Durchzogen ist das Gelände von einem kleinen klaren Bach. Auf diesen Bach und seine Reinheit und Reinerhaltung ist man sehr stolz und  legt viel Wert auf die Feststellung, das dieser Bach zu den saubersten Englands gehört. Ich muss sagen, der Bach mit seinen Ufern, die Anlage und die Gesamtgestaltung verblüffen etwas und ich habe viel mehr Betriebsamkeit erwartet. Ein kurze Nachfrage bei unserer Ansprechpartnerin ergab: In dieser Mühle bzw. nun Destillerie, findet die Gesamtproduktion für den Weltmarkt statt, die Abfüllung ist jedoch bei einem anderen Unternehmen und so verwundert es nicht, dass dieser Ort sich seine ruhige Ausstrahlung bewahren konnte.

Ziemlich überschaubar

Angekommen im Besucherzentrum wurden wir freundlich empfangen und zusammen mit einem Ausweis auf Erkundungstour geschickt. Das Gelände ist recht übersichtlich und man glaubt fast nicht, dass hier produziert wird. Erzählt wird in verschiedenen Ausstellungen die Geschichte des Bombay Sapphire Gin bis in den heutigen Tag. Angefangen von seiner Erfindung 1761, seiner Weiterentwicklung und seinem Aussehen. Alles ist schön aufbereitet und dargestellt. Dabei muss man sich jedoch bewusst sein, dass sich hier ein Unternehmen mit seinem Produkt nach aussen hin darstellt und nicht alle Aussagen allgemeingültig auf alle Sorten und Produzenten von Gin zutreffen.  Das interessanteste für mich war jedoch die Herstellung.

Infused Botanicals

Im Gegensatz zu anderen Gins, deren Aromengeber (meist Gewürze) im Alkohol befindlich destilliert werden, wird der Bombay Sapphire im Infused-Verfahren hergestellt. Das heisst, der Dampf der Destillation wird durch Körbe mit den Aromen geleitet und hierdurch der Alkohol aromatisiert.

Bei dem relativ unbekannten Bombay Original Dry Gin nach dem Rezept von 1761 werden nur 8 Bontanicals: Wacholder, Koriander, Zitronenschalen, Süßholz, Mandeln, Zimt, Angelikawurzel und Germanica benutzt.
Der bekannteste Gin, der Bombay Sapphire enthält Aromen von Zitrone, Mandel, Süßholz, Wacholder, Schwertlilie, Angelica, Koriander, Zimtkassie, Kubeben-Pfeffer und Paradieskörnern.
Auch nicht so verbreitet ist der Bombay Sapphire East, bei dieser Variante werden die 10 vorhanden Bontanicals des Bombay Sapphire noch durch Zitronengras und schwarzem Pfeffer ergänzt.  Die Variante Star of Bombay, die für den englischen Markt hergestellt wurde enthält noch Bergamotte und Ambrettasamen.

Eine schöne Idee vor Ort war, die Möglichkeit die einzelnen Aromen “Botanicals” kennenzulernen und mit Hilfe eines Fragebogens, am Ende der Besichtigung einen Cocktail mit den gewählten Aromen zu erhalten. Im Anschluss dieser Erkundungstour durch die Aromen und einem kurzen Abstecher in die eigentliche Destille, wurden wir noch in die Hausbar eingeladen um natürlich auch Gin zu trinken und nicht nur anzuschauen.

Mit einer guten Flasche Gin, positiven Eindrücken und viel guter Gin-Laune ging dann unsere England-Tour weiter.

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