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Aus Vapiano wird Va“finito“

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Vapianos Mission


Es waren einmal zwei nette Kerle aus Köln. Der eine ist so richtig dick, der andere dünner. Beide essen unheimlich gerne italienisch. Weil sie beide das so gerne tun und nicht immer Zeit haben sich selbst etwas zu kochen, gehen sie gerne, wenn sie in der Stadt sind, in ein Restaurant namens Vapiano. Dort gibt es dann allerlei leckere Sachen wie Pizza, Pasta und Salat. Sie mussten zwar dort teilweise recht lange auf ihr Essen warten, doch hat es bisher immer geschmeckt und war besser als Burger oder Sandwich. Weil sie vor ein paar Jahren so begeistert waren, dass ein solches Restaurant in der Stadt eröffnet hat, haben sich beide dort eine Kundenkarte geholt. Somit gehörten sie ganz offiziell zu den „Vapiano People“ und weil sie recht oft in der Vergangenheit dort waren, war der dickere von beiden auch so toll, dass er sogar die Möglichkeit nutzte auf diese Kundenkarte Geld einzuzahlen.
Er ahnte nicht, dass er dieses Geld nie mehr nutzen sollte.

So begab es sich, dass beide wieder einmal in der Stadt unterwegs waren, in das tolle und schicke Vapiano essen gingen und danach der Dicke  mit seiner Kundenkarte bezahlen wollte. Doch so sehr er auch freundlich dreinblickte und bettelte, der „Vapianisti“(Mitarbeiter bei Vapiano) schaffte es einfach nicht das gespeicherte Guthaben für die Bezahlung zu benutzen und letztlich wollte er auch gar nicht mehr die tolle Kundenkarte beachten und bestand darauf, dass der Dicke seine Rechnung eben anders begleicht. Umringt von Gästen und deren schmachvollen Blicken ob des vermeintlich zahlungsunfähigen Kunden und anderen Vapianisti, bezahlte er die Rechnung und ging traurige und beschämt davon.

Dennoch wollten die zwei nicht auf Burger und Sandwich ausweichen und besuchten ein paar Wochen später noch einmal den schicken Vapiano. Doch so sehr wieder der Dicke von den beiden auch die inzwischen drei Vapianisti an der Kasse anflehte. Er bekam nur die kalte Schulter und einen verächtlichen Blick zu spüren und wurde darüber belehrt, das man so nicht einfach bezahlen könne und zukünftig eben seine Rechnung anders zu begleichen habe. So gingen beide wieder traurig aus dem Vapiano heraus und als sie zu Hause waren, schrieb der Dicke so dann eine kleine Beschwerde auf die Facebookseite und bat auch die Kundenbetreuung von Vapiano seine Kundenkarte zurückzunehmen und das darauf enthaltene Guthaben auszuzahlen. Alsbald erhielt er darauf die Antwort, dass sie damit einverstanden wären und auch das Kundenkonto dann löschen würden.
So wartete der Dicke auf die Auszahlung seines Guthabens und auf eine Reaktion auf seiner Beschwerde wegen seiner Erfahrungen im Vapiano.

Vier Wochen vergingen und nichts passierte. Nach der fünften Woche bekam er die Mitteilung, dass die Buchhaltung noch einmal gebeten wurde das Geld nun anzuweisen. Entrüstet ob der Dauer und der fehlenden Reaktion auf seine Beschwerde, wendete er sich noch einmal schriftlich an Vapiano. So dann bekam er plötzlich eine Mail vom Restaurant in Köln, dass sich für das schlechte Erlebnis entschuldigte und ihn und den Dünnen zu einem Essen „aufs Haus“ einlud. Er solle doch nur bitte den Tag mitteilen. Der Dicke überlegte sich nun, ob er die Einladung annehmen sollte und beriet sich mit dem Dünnen. Danach beantwortete er die Mail mit einem Datum (25.08.15) und der Bitte, dass er den Termin bestätigt bekommt. Schliesslich hatte er die Erfahrung gemacht, dass miteinander Sprechen oder Schreiben ohne eine Rückmeldung voneinander immer wieder zu Missverständnissen und Ärgernissen führt.
So wartete er nun auf die Antwort.

Vier Tage später, meldete sich plötzlich und völlig unerwartet eine Dame von einer Firma „Apeiron AG“ beim Dicken (Apeiron AG betreibt die Vapiano Restaurants in Köln als Franchisenehmer), die sich für die Verzögerungen entschuldigt und anbietet ein nettes Treffen mit einem verantwortlichen Manager zu arrangieren, um sich zu entschuldigen und die Möglichkeit einer „2. Chance“ wahrzunehmen. Wusste sie denn nicht, dass das Restaurant bereits eine Entschuldigung geschickt und beide Kerle zum Essen eingeladen hat? Anscheinend nicht, denn sie bat um eine Rückantwort.
Der Dicke war nun vollkommen verwundert, dass man in einem Unternehmen so komisch mit den Kunden umgeht und die Vapiano-Leute anscheinend nicht wissen, was in der eigenen Firma vorgeht und hat dies auch der Dame ganz freundlich geschrieben.

Nach nun 11 Tagen seit der Einladung des Restaurants und nach vier Tagen seit der Mail von der Apeiron-Dame, bekommt er dann die Antwort von der Dame, dass das Restaurant sich freue die beiden heute begrüßen zu dürfen und wenn es nun doch zu kurzfristig sei, eben an einem anderen Tag. Von einem Treffen mit dem Manager redet sie nun auch schon nicht mehr, sondern nur noch davon, dass sie den Dicken nicht mit irgendwelchen „normalen“ Abläufen langweilen möchte und seine „Irritationen“ verstehen kann.

Der Dicke ist nun ziemlich enttäuscht, denn er hätte gerne gewusst warum alles so schief gegangen ist auch um anderen erklären zu können, warum sie bei Vapiano vielleicht etwas mehr Geduld aufbringen müssen und das nicht nur beim in der Schlange Stehen.
Doch nun ist er nur noch traurig und auch der freundlichste Vapianisti wird das nicht ändern können.

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Mark

Mark ist der einsame Koch am Herd. Es passt einfach niemand daneben. Er probiert neue Gartechniken oder straft Küchengeräte mit Verachtung,wenn sie nicht ordentlich funktionieren. Er hasst Thermomix und liebt seine Kenwood. In Haus & Garten ist er der Technikfreak der versucht alles zu automatisieren, zu steuern und zu bewegen. Sei es Smarthome, Smartphone oder Smartwatch er probiert es aus.

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Mark ist der einsame Koch am Herd. Es passt einfach niemand daneben. Er probiert neue Gartechniken oder straft Küchengeräte mit Verachtung,wenn sie nicht ordentlich funktionieren. Er hasst Thermomix und liebt seine Kenwood. In Haus & Garten ist er der Technikfreak der versucht alles zu automatisieren, zu steuern und zu bewegen. Sei es Smarthome, Smartphone oder Smartwatch er probiert es aus.

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